RSS-Feed für Feedly optimieren

- Tipps & Tricks, Plugin -

Mit den nachfolgenden Tipps kannst du deinen RSS-Feed für Feedly optimieren und u.a. dein Logo hinzufügen, eine eigene Linkfarbe festlegen als auch Google Analytics integrieren.

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Feedly hat den eingestellten Google Reader als RSS-Tool würdig abgelöst und laut Berichten ca. 80% der User mitgenommen. Die Oberfläche ist modern, man kann als User leicht neue relevante Webseiten entdecken und als Publisher seinen eigenen RSS-Feed für Feedly optimieren.

Nachfolgend findest du einige Tipps & Tricks, wie du selbst deinen WordPress-Feed für Feedly optimierst und alle Funktionen ausschöpfst. Am Ende wirst du nicht nur dein Corporate Design auch bei Feedly konsistent einhalten können, sondern dein Feed wird auch leichter mit Hilfe der Discovery-Funktion gefunden.

Für die Umsetzung der meisten der unten aufgeführten Tipps habe ich dir wie immer auch ein entsprechendes Plugin herausgesucht. Solltest du also keine Änderung an deinen Dateien vornehmen wollen oder können, springe hier direkt zum Plugin.

Bevor wir mit den Tipps anfangen, solltest du nachfolgenden Code in deine functions.php einfügen. Dadurch deklarierst du einen Namespace, der für die weiteren Codeschnipsel aus den Tipps notwendig ist.

Tipp 1: Beitragsbild im Feed anzeigen

Dieser Tipp geht in eine ähnliche Richtung wie mein Artikel zum gleichen Thema mit dem Unterschied, dass hier das Beitragsbild speziell für Feedly optimiert wird und nicht generell für den RSS-Feed.

Normalerweise wird das Beitragsbild im WordPress-Feed nicht ausgegeben und deshalb zeigt Feedly das erste Bild im Beitrag, das größer als 450x450px ist, als Anzeigebild für den jeweiligen Beitrag an. Ist ein solches Bild nicht vorhanden, nimmt Feedly das größte Bild. Ist in dem Beitrag auch sonst kein Bild vorhanden, sucht es im Quellcode der Seite nach Open Graph und Twitter Meta Daten und nimmt sich das dort hinterlegte Bild.

Feedly bietet dir allerdings auch die Möglichkeit an, ein von dir gewähltes Bild als Anzeigebild im Artikel per CSS-Klasse zu kennzeichnen. Das Bild, welches über die Klasse webfeedsFeaturedVisual verfügt, wird anschließend auch im Feed als Anzeigebild verwendet, egal ob die anderen Bedingungen von einem anderen Bild erfüllt wurden.

Möchtest du nun also dem WordPress-Beitragsbild deines Artikels diese CSS-Klasse hinzufügen, kannst du das über folgenden Code machen:

Ab sofort wird Feedly dein Beitragsbild als Anzeigebild in deinem Feed verwenden. Beachte jedoch, dass du bei Verwendung dieses Codes kein anderes Bild im Artikel mit der CSS-Klasse webfeedsFeaturedVisual versehen darfst, da es unter Umständen zu Konflikten kommen kann.

Solltest du also selbst bestimmen wollen, welches Bild in deinem Feed als Anzeigebild erscheinen soll, kannst du die CSS-Klasse auch manuell dem jeweiligen Bild vergeben. Am schnellsten lässt sich das umsetzen, indem du im Editor in den Text-Modus wechselst und anschließend class="webfeedsFeaturedVisual" in das <img>-Tag des gewünschten Bildes einfügst.

Tipp 2: Logo festlegen

In Feedly ist es relativ einfach, ein eigenes Logo in jedem Artikel zu definieren. Damit kannst du dort deinen Auftritt perfekt abrunden und die Brand Recognition erhöhen.

Um das zu realisieren, musst du deinem RSS-Header eine Zeile hinzufügen. Darum fügst du folgenden Code in deine functions.php:

Im oberen Code solltest du natürlich noch die Logo-URL anpassen. Beachte außerdem, dass das Logo als SVG-Datei vorliegen sollte, um auf keinem Gerät unscharf zu wirken.

Tipp 3: Eigene Linkfarbe festlegen

Ebenso wie das Logo, bietet Feedly auch die Möglichkeit eine eigene Linkfarbe festzulegen. Willst du also nicht die Standard-Linkfarbe, sondern die Leitfarbe deiner Webseite haben, füge folgenden Code ebenfalls in deine functions.php-Datei ein:

Passe auch hier den Farbcode an deine gewünschte Linkfarbe an.

Tipp 4: Icon & Coverbild festlegen

Das Icon und Coverbild wird den Usern angezeigt, wenn sie nach deiner Webseite suchen oder sie über die Discovery-Funktion entdecken. Sollen deine Leser also nicht einen langweiligen Farbbalken mit einem Buchstaben bei deinem Blog-Feed sehen, füge folgenden Code in deine functions.php ein:

Vergiss auch hier nicht, die URLs mit deinen entsprechend anzupassen.

Tipp 5: Ähnliche Beiträge anzeigen

Feedly erlaubt es dir auch, unter deinen Beiträgen ähnliche Artikel deiner Webseite anzuzeigen. Dafür crawlt Feedly deine Webseite und zeigt bis zu 3 thematisch ähnliche Beiträge aus den letzten 3 Jahren an. Um dieses Feature zu aktivieren, füge erneut diesen Code in deine functions.php-Datei ein:

Tipp 6: Google Analytics in Feedly integrieren

Ein Problem kommt bei Feeds immer wieder auf und zwar ist es das Thema Tracking. Feedly zeigt dir zwar die ungefähre Anzahl der Abonnenten an, wenn du nach deinem Feed suchst, allerdings hast du keinen Hinweis zur Nutzung oder Interaktion. Das hat Feedly vor einiger Zeit bereits geändert und erlaubt nun eine Integration von Google Analytics.

Dafür musst du folgenden Code in deine function.php hinterlegen:

Ersetze nur die Tracking-ID (UA-xxx) mit der Tracking-ID deines Google Analytics Kontos.

Alle Code-Schnipsel vereint

Möchtest du nicht jeden Codeschnipsel einzeln einfügen, sondern eventuell sogar alle bislang vorgestellten Tipps auf deiner Webseite integrieren,dann habe ich hier etwas für dich. Benutze nachfolgenden Code, wenn du mehrere vorgestellte Tipps in deine functions.php-Datei integrieren möchtest. Unbenötigte Zeilen kannst du löschen.

Tipp 7: Werbung im Feed anzeigen

Zugegeben, dieser Tipp hat nicht zwingend nur mit Feedly etwas zu tun, sondern gelingt bei jedem Feedreader der Bilder zulässt. Du kannst unter anderem am Ende oder Anfang deines Feeds Werbung ausspielen. Leider kein AdSense, da dieses über JavaScript ausgespielt wird, aber sehr wohl einen Affiliate-Banner oder den Banner einer Direktvermarktung.

Am einfachsten lässt sich Content ans Ende deines Feeds über das Plugin WordPress SEO by Yoast lösen, welches ich jedem Webseitenbetreiber wärmstens ans Herz lege. Navigiere dazu zum Punkt „SEO“ -> „Fortgeschritten“ und dann oben in den Reiter „RSS“. Dort findest du 2 Textfelder, in welche du unter anderem deine Banner samt Verlinkung eintragen kannst.

Je nachdem, welches Textfeld du dafür benutzt, wird dein Werbebanner ab sofort vor oder nach einem Beitrag im Feed angezeigt. Beachte jedoch, dass du es mit deiner Werbung nicht übertreibst und deine Feed-Abonnenten verärgerst. Ebenso sollte der Werbebanner am besten auf deinem Server gehostet werden und über die richtige Größe verfügen.

Tipp 8: Feedly-Button in Webseite integrieren

Alle Tipps zur Optimierung deines Feeds helfen nichts, wenn niemand deinen Feed abonniert. Zum Glück hat Feedly auch dafür die passende Antwort und bietet dir mit einem Feedly-Button für deine Webseite das perfekte Tool, um deine Leser auf deinen Feed aufmerksam zu machen.

Du kannst dabei zwischen einigen Designs wählen, deine Feed-URL eintragen (Standard ist http://deinedomain.de/feed/) und anschließend das HTML kopieren und an die gewünschte Stelle platzieren – zum Beispiel in der Sidebar oder unter jedem Artikel.

Erstelle also gleich deinen Feedly-Button über diesen Link.

Tipp 9: Feed kürzen – nur Ausschnitt anzeigen

Von diesem Tipp bin ich persönlich überhaupt kein Fan, aber der Vollständigkeit halber will ich ihn dir nicht vorenthalten. WordPress bietet dir die Möglichkeit, deinen Feed nicht komplett, sondern in gekürzter Version zu veröffentlichen.

Navigiere dazu im Backend zu „Einstellungen“ -> „Lesen“ und setze dort einen Haken beim Punkt „“Zeige im Newsfeed -> Kurzfassung“. Ab sofort werden deine Artikel im RSS-Feed nicht mehr komplett in ganzer Länge angezeigt, sondern in gekürzter Fassung.

Achte aber darauf, deine Feed-Leser nicht zu verärgern. Feed-Abonnenten zählen wohl zu den treuesten Lesern deines Blogs. Sie haben bewusst deinen Feed abonniert um keine Nachricht und keinen Artikel mehr zu verpassen. Eine radikale Umstellung auf einen gekürzten Feed kann dir eine Menge Nachfragen und unter Umständen auch Beschimpfungen einhandeln. Setze dieses Feature also mit Bedacht ein.

Weitere Tipps & Informationen bei Feedly

Feedly hat vor einem Jahr selbst eine Übersicht zusammengestellt, welche Möglichkeiten es gibt, den eigenen RSS-Feed zu optimieren und zu erweitern. Ebenso gibt es eine kleine Knowledge Base für Publisher zu diesem Thema. Solltest du also noch weitere Informationen oder Hintergrundwissen benötigen, kannst du dich dort jederzeit tiefer über das Thema informieren.

Download: Optimize your feed for feedly

Viele der hier beschriebenen Optimierungen lassen sich auch per Plugin umsetzen. Ein extra für Feedly programmiertes Plugin findest du mit Optimize your feed for feedly, mit welchem du das Coverbild, das Icon und auch das Logo in deinem Feed anzeigen lassen kannst als auch deine eigene Linkfarbe festlegst, das Featured Image vor dem Artikel anzeigst und die Google Analytics-Integration ist auch mit drin.

Solltest du also keine Lust auf manuelle Veränderungen deiner Dateien haben oder lieber nichts falsch machen wollen, dann bist du bei diesem Plugin an der richtigen Stelle.

Fazit: RSS-Feed optimieren!

Deinen RSS-Feed solltest du nicht vernachlässigen. Stammleser werden mit großer Sicherheit deinen Feed auf irgendeine Weise im Auge behalten, entweder über einen Feedreader wie Feedly oder mit einer automatisierten E-Mail-Benachrichtigung über andere Dienste.

Um das Potenzial von Feedly auszuschöpfen hast du mehrere Tipps an die Hand bekommen, mit welchen du deinen WordPress-Feed optimieren und an deine Bedürfnisse anpassen kannst. Worauf wartest du noch? Leg los!

Autor: Denis Brediceanu
Autor: Denis Brediceanu
Online Marketing Berater, WordPress Webentwickler und Gründer von WPcorner.de aus Leidenschaft. Ich helfe gerne Menschen, im Internet mit ihrer Idee Fuß zu fassen. Die Technik sollte niemandem im Weg stehen, seine Träume zu verwirklichen!